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Was
ist Chiropraktik?
Die
Chiropraktik ist eine manuelle Behandlungsmethode, bei der Blockaden im Bereich
der Wirbelsäule und Gelenke gelöst werden. Bei diesen Blockaden handelt es
sich um Bewegungseinschränkungen, so dass das Gelenk nicht seinen vollen
Bewegungsspielraum erlangt. Dies führt zu Schmerzen, Steifheit,
Leistungsminderung und eventuell zu Krankheiten. Die Chiropraktik wurde im 19. Jahrhundert in den USA entwickelt. Heute wird sie weltweit nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Tieren angewendet. Die
Wirbelsäule: Die Wirbelsäule hat viele verschiedene Aufgaben zu erfüllen: sie hat
eine wichtige Stütz- und Haltefunktion und ist gleichzeitig Ansatz für viele
Muskelgruppen. Sie stabilisiert den Körper, gibt ihm aber auch Beweglichkeit
durch die vielen Gelenke.
Die Wirbelsäule besteht aus vielen einzelnen Wirbeln, die alle durch
Gelenke miteinander verbunden sind. Es gibt insgesamt an der Wirbelsäule etwa
200 Gelenke. Jedes dieser Gelenke trägt zur Gesamtbeweglichkeit der Wirbelsäule
bei. Kommt es nun zu einer Blockade an einem dieser vielen Gelenke, wird der
Bewegungsspielraum eingeschränkt. Das kann man etwa vergleichen mit einer
klemmenden Tür. Sie läßt sich nur schwer bewegen oder kaum noch öffnen.
Entlang der gesamten Wirbelsäule verläuft innerhalb der Wirbel der
Wirbelkanal, in dem das Rückenmark liegt. Durch verschiedene Austrittsstellen
zwischen den einzelnen Wirbeln ziehen Nervenstränge vom Rückenmark zu den
Organen, den Muskeln und der Haut. Informationen zwischen dem Gehirn und den
Organen werden ausgetauscht. Dieser Informationsfluß ist für ungestörte Körperfunktionen
wichtig. Kommt es zu Blockaden der Wirbelgelenke, können die Nerven in ihrer
Funktion gestört sein und damit auch der Informationsfluß zwischen dem
zentralen Nervensystem und den Organen. Es kann zu Beeinträchtigungen der
Funktion von Muskeln und Organen kommen.
Für die Ernährung der Gelenkknorpel und Bandscheiben und damit ein
optimales Funktionieren ist die Beweglichkeit der einzelnen Wirbelgelenke
wichtig. Durch die Bewegung wird die Gelenkflüssigkeit gebildet, die das Gelenk
„schmiert“ und einen reibungslosen Bewegungsablauf ermöglicht. Fehlt die
Gelenkflüssigkeit, kommt es zu Entzündungen und Schmerzen.
Eine Blockade in einem Gelenk führt zur verstärkten Belastung anderer Körperstellen
sowie zu Muskelverspannungen und Schmerzen. Um die Blockaden zu kompensieren,
werden die Körperhaltung und der Bewegungsablauf verändert und damit andere
Regionen vermehrt belastet. Nerven, die aus dem Wirbelkanal austreten und
zwischen den Wirbeln durchziehen zu den Organen, können durch Blockaden in
ihrer Funktion gestört sein. Ursachen
von Blockaden: -
Trauma
und Stürze -
Verletzungen -
Schlecht
passender Sattel -
Schiefer
Sitz und Probleme des Reiters -
Schlechter
Beschlag -
Überbelastung -
Schlechtes
Training -
Lahmheiten
und Probleme in anderen Bereichen -
Bewegungsmangel
und daraus entstehende Verspannungen Die
Behandlung: Bei
der chiropraktischen Behandlung werden die einzelnen Gelenke auf ihre
Beweglichkeit hin untersucht. Werden Einschränkungen festgestellt, wird die
Blockade gelöst. Dazu wird direkt am betroffenen Gelenk ein kurzer, schneller,
spezifischer Stoß ausgeführt, so dass sich die Beweglichkeit des Gelenks
wieder vergrößert. Große Kraft ist hierzu nicht notwendig, aber genaue
Kenntnisse über die Anatomie. Durch die chiropraktische Behandlung wird nicht nur die Beweglichkeit der Gelenke wieder hergestellt, sondern der gesamte Organismus, die Muskulatur und das Nervensystem werden angeregt, wieder besser zu funktionieren. Der Körper wird zur Selbstheilung angeregt und das Immunsystem wird gestärkt.
Anwendungsgebiete
bei Pferden: -
Rückenprobleme
und Verspannungen -
Unklare
und wechselnde Lahmheiten -
Taktfehler -
Leistungsminderung -
Widersetzlichkeit
beim Satteln und Reiten -
Schiefe
Stellung -
Veränderte
Körperhaltung -
Asymmetrische
Muskulatur -
Verwerfen
im Genick -
Gesundheitsprophylaxe -
Ergänzende
Behandlung zur Schulmedizin Anwendungsgebiete
bei Hunden und Katzen: -
Rückenschmerzen -
Unklare
Lahmheiten und Passgang -
Leckekzem -
Veränderte
Körperhaltung -
Leistungsminderung -
Weniger
Lust am Laufen und Schmerzen bei Bewegung -
Überempfindlichkeit
bei Berührung -
Funktionelle
Störungen -
Ergänzende
Behandlung zur Schulmedizin Akupunktur
und Chiropraktik lassen sich oft zusammen anwenden, da sie sich gut ergänzen
und ähnliche Anwendungsgebiete haben.
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